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Verbesserung des Nahrungsangebots -9-
Balkon- und Terrassenpflanzen

Pelargonien (»Geranien«), Petunien oder Pantoffelblumen, oft verwendete Balkonpflanzen, sind für Wildbienen und fast alle anderen heimischen Insekten völlig uninteressant. Nur das Taubenschwänzchen, ein zur Schmetterlingsfamilie der Schwärmer zählender Wanderfalter, kann mit den Pelargonien etwas anfangen; wie ein Kolibri im Stehflug schwirrend saugt mit seinem langen Rüssel den Nektar aus den langen Kronröhren. Leicht können aber einjährige Blumen und Wildkräuter sowie eine ganze Reihe von Stauden auch in Balkonkästen und in Kübeln kultiviert werden. Bevor ich meinen Balkon mit einem größeren Garten tauschen konnte, blühten dort von April bis Oktober rund 30 verschiedene Arten an Wild- und Nutzpflanzen.

Durch den im Jahresverlauf immer wieder wechselnden Blühaspekt kann so eine Bepflanzung auch von hoher ästhetischer Wirkung sein. Als Pflanzerde sollte man aber keinesfalls »Balkonblumenerde« verwenden. Diese ist viel zu humusreich und meist ganz oder teilweise aus verrottetem Hochmoortorf hergestellt, den wir aus Gründen des Moorschutzes ohnehin nicht verwenden sollten. Wir besorgen uns daher in der Umgebung unseres Wohnortes humusarmen Boden (z.B. lehmigen Sand, sandigen Lehm), dem wir etwas Kompost beimischen. Auch Gartenerde können wir nehmen, wenn sie durch Beigabe von Sand abgemagert wird. Natürlich muß für guten Wasserablauf gesorgt werden. Eine mäßige Gabe organischen Düngers sollte im Frühling erfolgen. Zu jeder Zeit sollte Staunässe vermieden werden (im Winter gegebenfalls abdecken!). Bei großer Hitze im Sommer muß natürlich jeden Tag gegossen werden.